Die Bürgschaft

Achtung: Eine Unterschrift ist nie "nur eine Unterschrift", dies gilt besonders für Bürgschaften. Mit einer Bürgschaft haften Sie nicht nur für das aufgenommene Kapital, sondern auch für alle zusätzlich anfallenden Zinsen und Kosten.

Schulden können nicht geschieden werden

Vereinbarungen, die anlässlich einer Scheidung getroffen werden, gelten nur für die, die sich scheiden lassen. Für die Bank, wo es einen Kredit gibt, den beide unterschrieben haben, haften nach wie vor beide. Auch wenn im Scheidungsvergleich oder dem Scheidungsurteil steht, dass der eine den anderen "Schad- und klaglos" zu halten hat.

 

Ausfallsbürgschaft

Bei einer Scheidung kann durch das Scheidungsgericht nur die Umwandlung einer Bürgschaft in eine Ausfallsbürgschaft veranlasst werden. Dabei muss innerhalb eines Jahres nach der Scheidung die Bank vom Gericht darüber verständigt werden. Später ist keine Umwandlung mehr möglich.
Die Bank kann auf den Ausfallsbürgen erst dann zugreifen, wenn alle rechtlichen Mittel gegen den Hauptschuldner ausgeschöpft worden sind.
Das bedeutet aber auch, dass durch die Zinsen und Verzugszinsen, die Klage und in der Folge durch die Exekution gegen den Hauptschuldner, der offene Betrag stark anwächst, wofür wiederum der Ausfallsbürge zur Gänze haftet.
Insofern stellt die Umwandlung einer Bürgschaft in eine Ausfallsbürgschaft keinen wirklichen Vorteil für den (Ausfalls-) Bürgen dar.

 

Dran bleiben ...

Es empfiehlt sich bei jeder Art der Mithaftung, sei es nun als Mitschuldner, Bürge oder Ausfallsbürge, sich laufend darüber zu informieren, ob der Kredit ordnungsgemäß bedient und die Kreditraten pünktlich bezahlt werden. Nur so ist es möglich, dass bei Schwierigkeiten rechtzeitig gehandelt werden kann und zusätzliche hohe Zinsen und Kosten vermieden werden.

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